Report aus der Digitalisierungs-Werkstatt der LGT

Wie man den Bericht von Ex-LGT-Mitarbeiter Heinrich Kieber auch liest: Zurück bleibt ein vertiefter Einblick, wie man im Ländle weltweit Steuerhinterziehungen organisiert(e). Es wird auch klar, weshalb die IPCO-Exponenten REINA und GARCIA nie angeklagt oder gar verurteilt wurden, nachdem die Liechtensteinische Finanzpolizei ihre Konten wegen "zu heiss" sperren liess. In Liechtenstein wird nicht nur Steuerhinterziehung nicht bestraft. Straffrei sind auch alle sonstigen Eigentums- und Vermögensdelikte, soweit dies nicht natürliche und juristische Personen in Liechtenstein trifft, sondern nur solche im Ausland (vor allem Deutschland und in der Schweiz) in Nachteile versetzt.

Kieber schildert plausibel, wie die LGT im Jahr 2001 alle Dokumente und Internas ihrer Kunden ohne Rückfrage digitalisieren und dafür etwa 30 Personen anheuern liess, unter welchen dem späteren Whistleblower zuletzt sogar die Rolle des Ausbildungsleiters für die technische Umsetzung der Digitalisierung zukommt. Der Zufall will es, dass in jener Periode auch die meisten Gelder an IPCO-Briefträger MONTEJANO ausbezahlt wurden, die er anschliessend im Hotel Plaza in Pfäffikon/SZ an die stv. IPCO-Geschäftsführerin DUSS übergab. Die zeitliche Übereinstimmung mit den geschäftlichen Verstrickungen LGT / IPCO macht den Bericht noch zusätzlich interessant.

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