DUSS war offensichtlich auch in den Auto-Betrugsfall von NIGGLI verstrickt:

Zwei Luxusautos von NIGGLI liefen auf ihren Namen. Kurz bevor Niggli Ende Februar 2004 nach Brasilien verduftete, wurden zwei teure Autos durch zwei namentlich bekannte Jugoslawen angeblich gestohlen (vgl. Nigglis präzise Angaben dazu auf S.5). Weil der Diebstahl polizeilich nicht angezeigt wurde, verweigerte die AXA Winterthur die Versicherungsleistungen. Weil der IPCO-Liquidator nicht streiten wollte, ging die Rechnung für AXA auf.

Die Nähe von DUSS zu Niggli‘s Auto-Verschwindibus ergibt sich aus den Dokumenten auf den folgenden Seiten. Mit diesem Thema wurde Frau Duss – vermutlich aus Höflichkeit – weder durch die Schwyzer Polizei noch durch die Staatsanwaltschaft konfrontiert. Ihre mögliche Mittäterschaft beim Klau der Luxuskarrossen wurde nie geklärt. Gemäss den Akten war sie über die Anweisung, den Diebstahl der Polizei nicht zu melden, vermutlich schon im voraus informiert.

Die Rechnungen der BMW-Vertretung wurden an Deckadressen, etwa an Niggli‘s Vater oder an zeitweilige Hostessen von Niggli ausgestellt (vgl. dazu Die Autos der Niggli-Bande in Archiv 02).

Nebst DUSS liess sich auch der Bruder von IPCO-Geschäftsführer REINA, Jorge Enrique REINA einen Niggli-Luxusschlitten auf seinen Namen registrieren. Als Gegenleistung wurde sein Konto bei der Luzerner Kantonalbank mit einer Zahlung aus Madrid über Fr. 160‘000.- bedacht (vgl. S.6). Die Zahlung wurde vom offensichtlichen Zentrum der Spinne, Frau Flavia DUSS veranlasst (vgl. S.7).

Nach neutraler und unabhängiger Einschätzung der Schwyzer Staatsanwaltschaft hatte sich Frau DUSS mit ihren Diensten für Niggli ohne Ansprüche auf Gegenleistungen zur Verfügung gestellt, so - zusagen aus freien Stücken. Nebst diversen Provisionen hatte sie ein Darlehen über Fr. 25‘000.- aus der IPCO-Kasse abgebogen (vgl. S.8). Dass dieses Darlehen jemals zurückbezahlt wurde, geht aus den Untersuchungsakten nicht hervor.

 

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